Kontakt

Neurochirurgie Tuttlingen

Zeppelinstr. 21

78532 Tuttlingen

 

+49 (0)7461 96 50 97 - 0
+49 (0)7461 96 50 97 - 70
info@neurochirurgie-tuttlingen.de

Telefonische Erreichbarkeit

Mo
08.30 - 16.00 Uhr
Di
08.30 - 12.30 Uhr
Mi
08.30 - 16.00 Uhr
Do
08.30 - 16.00 Uhr
Fr
08.30 - 12.30 Uhr

 

Sprechstunden

Mo
08.30 - 16.00 Uhr



Di
08.30 - 12:30 Uhr


nur nach Vereinbarung



 Mi
08.30 - 16.00 Uhr



 Do
08.30 - 16:00 Uhr
 
 
Fr
08.30 - 12.30 Uhr


nur nach Vereinbarung










Operative Therapie

Dekompressive Mikrochirurgie (Goldstandard: MISS = Minimal Invasive Spine Surgery)

Operationsbedürftige Bandscheibenvorfälle, unabhängig von ihrer Lage und Spinalkanalstenosen werden heutzutage mit sog. Schlüssellochtechniken operiert. Die Hautschnitte sind sehr klein und der Zugang durch die Rückenmuskulatur sehr schonend. Die Nervenwurzeln und der Spinalkanal werden trotzdem effektiv nach mikrochirurgischen Prinzipien entlastet.

 

An der Halswirbelsäule bietet sich bei „frischen, weichen“ Bandscheibenvorfällen (insbesondere bei jüngeren Patienten) nach deren Entfernung die Implantation einer Bandscheibenprothese aus Titan an, was wieder zu einer normalen Beweglichkeit des erkrankten Segmentes führt.

 

 

Stabilisierung mit Implantaten

 

Bei einigen Wirbelsäulenerkrankungen (sog. Segmentinstabilitäten, Wirbelgleiten) sind operative Stabilisierungen notwendig („Versteifungsoperationen“). Dabei werden 2 oder mehrere Wirbelkörper mit einem Schrauben/Stabsystem miteinander verbunden. Obwohl diese Eingriffe ausgedehnter sind als die „einfacheren“, dekompressiven Eingriffe, können sie heutzutage mit einem modernen Verfahren auch minimalinvasiv durchgeführt werden.

 

Statt eines mehrere Zentimeter langen Hautschnitts, sind nur kleine Hautschnitte notwendig, auch bei Stabilisierungen über mehrere Etagen. Mit den modernen Implantaten resultiert nicht selten statt einer Steifigkeit der behandelten Wirbelsäulensegmente aufgrund der erzielten Beschwerdelinderung sogar eine bessere Beweglichkeit.

 

 

Osteoporotische Wirbelbrüche

Frakturen der Wirbelsäule sind die häufigsten Brüche im Alter.

Die osteoporotische Wirbelfraktur ist eine der häufigsten Formen von Knochenbrüchen im Alter. Meist ist die Brustwirbelsäule, der Übergang zur Lendenwirbelsäule und die Lendenwirbelsäule selber betroffen. Solche Brüche treten als Folge von Stürzen auf oder viel häufiger ganz spontan z.B. nachdem etwas angehoben wurde, beim Husten oder ohne bestimmtes Ereignis. Tatsächlich verlaufen osteoporotische Wirbelbrüche manchmal schmerzfrei und bleiben unerkannt. Häufig erleiden die betroffenen Patienten aber schwerste Schmerzen bedingt durch den Bruch selbst, aber auch durch eine massive Überlastung der Rückenmuskulatur oder der Wirbelgelenke. Nur selten kommt es zu neurologischen Problemen durch Reizungen oder Schädigungen der Nervenwurzeln oder des Rückenmarks.

 

Nicht jeder Wirbelbruch muss operativ behandelt werden!

Einfache Frakturen können konservativ behandelt werden durch Ruhigstellung, unter Umständen mit Korsett und unter angemessen dosierten Schmerzmitteln. Gezielte Gymnastik kräftigt die Rückenmuskulatur, verbessert das Schmerzempfinden und ist auch langfristig sinnvoll, da es das Risiko weiterer Frakturen verringert und in der Osteoporosetherapie unterstützt. Die konservative Therapie kann 6-8 Wochen dauern.

 

 

 

Therapie

 

Wirbelaufbau mit Knochenzement bei Wirbelbrüchen

Stabilisierung mit Implantaten

Sollte die konservative Therapie nicht ansprechen, bedeutet dies meist, der Bruch verheilt nicht, d.h. er bricht allmählich weiter ein, der Wirbelkörper verliert zunehmend an Substanz und damit an Höhe. Dann ist eine operative Therapie unumgänglich. Eine schonende und wirksame OP-Technik ist die innere Stabilisierung des gebrochenen Wirbelkörpers durch Zementinjektion über Kanülen. Der röntgendichte Zement wird unter permanenter Röntgenkontrolle mit hohem Druck in den Wirbelkörper gepresst, was ihn wieder stabilisiert und aufrichtet. Für diese als perkutane Zementaugmentation bezeichnete Methode benötigen wir keine Hautschnitte sondern lediglich kleine Stichinzisionen. Der von uns verwendete Knochenzement hat eine derart hohe Viskosität, dass die instrumentelle Aufrichtung des Wirbelkörpers beim Einspritzen mit hohem Druck in der Regel problemlos gelingt und ein Übertritt des Zements in Blutgefässe kaum mehr vorkommt. Aufgrund unserer großen Erfahrung dauert der Eingriff, auch wenn mehrere Wirbelkörper behandelt werden müssen, nur 20-30 min. Nach Beendigung der kurzen Vollnarkose darf der Patient auf Normalstation schon wenige Stunden nach der Operation aufstehen und sich normal bewegen.

 

Andere Begriffe für entsprechende Verfahren sind die Kyphoplastie, bei der auch von hinten ein Ballon in den Wirbelkörper eingebracht und mit demselben Knochenzement aufgepumpt wird oder die Vertebroplastie, bei dem man meist einen relativ dünnflüssigen Zement verwendet und über die überstreckte Lagerung der Wirbelsäule eine Aufrichtung des gebrochenen Wirbelkörper erreichen will.

 

Komplexe Brüche, z.B. durch eine Berstung des Wirbelkörpers, bei denen es zu einem völligen Verlust der Wirbelstruktur kommt und der vordere lastaufnehmende Anteil, der 4/5 der Körperlast trägt, verloren geht, kommen aufwändigere operative Verfahren zum Einsatz um die Wirbelsäule wieder tragfähig zu machen. Dabei werden in die gesunden ober- und unterhalb des gebrochenen Wirbelkörpers liegenden Wirbelkörper von hinten in einem minimalinvasiven Verfahren Schrauben eingebracht, die beidseits mit Stangen miteinander verbunden werden. Aufgrund der auch in den nicht gebrochenen Wirbelkörpern unzureichenden Knochenqualität wird über kleine Perforationen in den Schrauben ein Knochenzement in die Schraubenlager gepresst, der zu einem besseren Sitz der Schrauben führt. Als nächster Schritt wird der Rest des geborstenen Wirbelkörpers über einen kleinen Schnitt entfernt und mit einem Ersatzimplantat ersetzt.

Weitere Versorgung nach erfolgreicher Behandlung des Bruchs

Nicht nur wenn es unter laufender Osteoporosetherapie zu einem Bruch gekommen ist, sondern auch, wenn der Wirbelbruch das erste Symptom der Osteoporose ist, empfiehlt sich unseres Erachtens eine (erneute) Abklärung bei einem spezialisierten Arzt für Endokrinologie und Osteologie. Ansprechpartner für uns ist die Praxis Dr. Torsten Delfs in Konstanz.

 

zurück